Wir begleiten Organisationen durch akute Krisen und durch die anschließende Aufarbeitung. Für Leitungskräfte, Vorstände und Krisenteams, die in einer Situation Verantwortung übernehmen, die keine Routine kennt. Strukturiert, vertraulich, fachlich fundiert — von der ersten Einschätzung bis zur abgeschlossenen Aufarbeitung.
Ein Kinderschutzfall in der Jugendhilfe. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Psychische Gewalt durch eine Führungskraft, die im Team seit Monaten ein Klima von Angst erzeugt. Was vor wenigen Tagen noch unter dem Radar lief, wird zur Krise — für Betroffene, für Mitarbeitende, für die Leitung. Mit der Meldung beginnt eine Situation, in der jede Entscheidung Folgen hat, die noch keiner überblicken kann.
Sie behalten die Verantwortung — wir bringen Struktur, Methode und Erfahrung. So entstehen Räume, in denen Entscheidungen mit Bedacht getroffen werden können und Aufarbeitung den Raum bekommt, den sie braucht.
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Wenn die Lage neu sortiert werden muss
In Organisationen werden Konflikte, Beschwerden, Krisen und Aufarbeitung häufig als ähnliche Vorgänge behandelt — fachlich sind sie klar zu unterscheiden. Damit deutlich wird, wovon wir auf dieser Seite sprechen, hier die Abgrenzung.
Bei Konflikten zwischen Personen, Teams oder Hierarchien. Wir schaffen Verständnis, sensibilisieren in Seminaren und Workshops und beraten Organisationen beim Umgang damit. Mediation als Verfahren bieten wir aktuell nicht an.
Beratung & Workshops ja, Mediation neinStrukturierter Prozess, in dem Beschwerden aufgenommen, geprüft und bearbeitet werden. Im Schutzkontext ist Beschwerdemanagement zentraler Bestandteil von Prävention. Wir unterstützen Organisationen beim Aufbau dieser Strukturen und in der laufenden Arbeit.
Strukturen bauen wir mit aufMeldepflichtige Fälle, Vorwürfe von Gewalt, Übergriffen oder Grenzverletzungen, Meldungen, die intern nicht mehr allein zu klären sind. Ziel: Schutz, Stabilisierung, eine geordnete Antwort in den ersten Tagen und Wochen.
Hier arbeiten wir mit IhnenSystematische Rekonstruktion eines Vorfalls — was war, was wurde möglich gemacht, was muss sich ändern. Mit Blick auf strukturelle Ursachen und, wo möglich und gewünscht, unter Einbeziehung der Betroffenen. Beginnt oft erst Monate nach der akuten Lage.
Hier arbeiten wir mit IhnenKrisenintervention folgt keiner Schablone. Was wir mitbringen, ist Erfahrung, klare Methodik und die Fähigkeit, Struktur herzustellen, wo gerade keine ist.
Innerhalb von 24 bis 48 Stunden erreichbar und arbeitsfähig. Ersteinschätzung, Handlungsprioritäten, Begleitung von Leitung, Krisenteam und Betroffenen durch die erste, unübersichtlichste Phase. Wir entscheiden nicht für Sie — wir machen Sie handlungsfähig in einer Lage, in der jede Entscheidung Konsequenzen hat.
In vielen Organisationen ist im Krisenfall unklar, wer zuständig ist und wer Entscheidungen trifft. Wir helfen, klare und alltagstaugliche Strukturen aufzubauen — Meldewege, Krisenstab-Logik, Schnittstellen zu Aufsicht, Recht und Kommunikation. Eigenständig oder als Teil eines Schutzkonzepts.
Die Akutphase endet. Die Arbeit hört dort nicht auf. Wir begleiten die systematische Aufarbeitung von Vorfällen — transparent, lernorientiert, mit dem Blick auf strukturelle Ursachen. Nach der Logik der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung: Anerkennung, Aufklärung, Verantwortungsübernahme.
Manche Organisationen wollen nicht warten, bis eine Krise sie erreicht. Mit der externen Anlaufstelle bekommen Mitarbeitende und Leitung eine feste Adresse außerhalb der Organisation — unabhängig und vertraulich erreichbar für Meldungen, Hinweise und Belastungen, die intern schwer zu platzieren sind. Wir hören zu, ordnen ein, vermitteln in passende Strukturen und sorgen dafür, dass aus einem Hinweis nicht erst eine Krise werden muss.
Krisenintervention ist nicht nur Methode. Sie ist eine Haltung. Drei Maßstäbe, die uns durch jede Phase leiten — gerade dort, wo Druck und Eile groß sind.
Hinweise werden ernst genommen und fachlich geprüft. Wir handeln strukturiert und ergebnisoffen — mit Sorgfalt für alle Beteiligten, ohne vorschnelle Urteile. Wer Menschen ernst nimmt, schützt die Organisation nachhaltig.
Sie behalten die Hoheit über Ihre Organisation. Wir bringen Methode, Erfahrung und einen klaren Blick von außen — aber wir treffen keine Entscheidungen für Sie. Sie bleiben handlungsfähig, nicht abhängig.
Schutzfachlichkeit, Organisationsverständnis und traumasensible Begleitung laufen bei uns zusammen. An den Schnittstellen zu juristischer Beratung und Kommunikation arbeiten wir mit Partner:innen — damit nicht jede Disziplin isoliert berät, sondern aus den Perspektiven ein gemeinsames Bild entsteht.
Aufarbeitung ist mehr als Rückschau und mehr als Zukunftsaufgabe. Sie verbindet drei Dimensionen, die ineinandergreifen — und nur dann vollständig sind, wenn Betroffene daran aktiv beteiligt werden. Wir denken sie zusammen.
Aufarbeitung beginnt damit, das Geschehene anzuerkennen — und die Menschen, die es erlebt haben. Betroffene sind dabei nicht Objekt institutioneller Antworten, sondern beteiligt: an der Frage, was war, an der Frage, was Unrecht oder eine Grenzverletzung war, und daran, was es braucht, damit Anerkennung tatsächlich bei denen ankommt, die sie verdient haben.
Was ist tatsächlich geschehen — chronologisch, faktisch, strukturell? Welche Bedingungen haben es ermöglicht? Wer hat was wann gewusst, und welche Entscheidungen wurden warum nicht getroffen? Aufklärung schaut hin, statt zu deuten — und sie schützt das, was geschützt werden muss, ohne zu beschönigen.
Verantwortung übernehmen heißt: ehrlich anzuerkennen, was geschehen ist, und Konsequenzen daraus zu ziehen — strukturell, kulturell, personell. Die Organisation verändert das, was das Geschehene möglich gemacht hat. Das ist die Antwort, die Betroffene erwarten dürfen, und an der sich eine Organisation messen lassen muss.
Das Ziel ist nicht Rechtfertigung. Ziel ist Klarheit, Anerkennung, Vertrauen für Betroffene — und strukturelles Lernen, das eine Organisation grundlegend verändern kann.
Unser Whitepaper „Krisenintervention & Aufarbeitung" bündelt 19 Jahre Praxiserfahrung mit Organisationen aus Sport, Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Bildung und Unternehmen. Fundiertes Wissen, praxisnahe Werkzeuge — strukturiert, verständlich, sofort einsetzbar.
Krisenintervention ist erklärungsbedürftig — gerade weil sie schnell und vertraulich sein muss. Antworten auf das, was uns am häufigsten gefragt wird.
Bei bestehender Zusammenarbeit melden wir uns innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ihrer Anfrage zurück und sind arbeitsfähig. Die Ersteinschätzung machen wir oft im selben Gespräch. Wenn noch keine Kontraktierung vorliegt, klären wir die Lage im Erstgespräch und besprechen, wie eine schnelle Zusammenarbeit aussehen kann.
Alle Informationen, die Sie uns anvertrauen, behandeln wir strikt vertraulich. Bei externer Anlaufstellen-Funktion gelten zusätzlich klar definierte Schweigepflicht-Regelungen, die wir vor Beginn schriftlich festhalten. Berichtspflichten an Aufsicht oder Behörden besprechen wir transparent — wir setzen nichts über Ihren Kopf hinweg um.
Honorare hängen von Format, Umfang und Komplexität der Lage ab. Im Erstgespräch klären wir, was Ihre Organisation gerade braucht. Im Anschluss bekommen Sie von uns entweder eine Ideenskizze einer möglichen Zusammenarbeit oder ein konkretes Angebot — je nachdem, wie weit die Klarheit nach dem Gespräch reicht.
Ja. Eine Krise wartet nicht, bis das Schutzkonzept fertig ist. Wir steigen ein, wo Sie gerade stehen — und entwickeln, falls sinnvoll, im Anschluss gemeinsam mit Ihnen die Strukturen, die im Krisenfall gefehlt haben.
Wenn die akute Lage stabilisiert ist, beginnt die eigentliche Arbeit häufig erst: Aufarbeitung, Strukturveränderung, Kommunikation an Betroffene und Mitarbeitende. Wir begleiten Sie auf Wunsch durch diesen Prozess.
Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, was bei Ihnen gerade passiert, was als nächstes sinnvoll wäre — und ob und wie wir Sie begleiten können. Bevor Sie eine Entscheidung über Aufwand, Budget oder Format treffen.
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